Während in München „die Oper für alle“ immer im Hochsommer, im Juli stattfindet fand sie heute in Berlin, am 1. Oktober, mitten in Berlin auf dem Bebelplatz statt. Das Open-Air-Konzert  fand zur Wiedereröffnung des generalsanierten Staatsoper „Unter den Linden statt.
Daniel Barenboim (sehr charismatisch) dirigierte Beethovens Nr. 9, wir kennen sie alle die „Ode an die Freude“ von Friedrich Schiller, sie entstand übrigens 1785!! Der Text passt wieder mal „mehr denn je“, berührt mich jedesmal. Wie konnte er vor so langer Zeit diese Worte finden, die auch heute wieder so passen? Ich denke Musik vereint alle. Die „Ode an die Freude“ beschreibt eine Gesellschaft von Gleichberechtigten, von Liebe und Vereinigung.

Viel Pathos und viel Gefühl. Daniel Barenboim hat diese Sinfonie wunderschön und sehr emotional dirigiert, ich habe nur live im Fernsehen verfolgen können, wie schön diese Inszenierung war.  Erinnern wir uns:

Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elisium,
Wir betreten feuertrunken
Himmlische, dein Heiligthum.
Deine Zauber binden wieder,
was der Mode Schwerd getheilt;
Bettler werden Fürstenbrüder,
wo dein sanfter Flügel weilt.

Seid umschlungen Millionen!
Diesen Kuß der ganzen Welt!
Brüder – überm Sternenzelt
muß ein lieber Vater wohnen.

Ich fand es interessant wie unterschiedlich die Oper für Alle organisiert wurde. Während in München ALLE auf selbstgebrachten Decken, Isomatten, Kissen, Picknickkörben zusammen sitzen, (ja, es ist Sommer) und das Flair sehr Italienisch ist, auch die Kulisse, standen in Berlin die Zuhörer alle, ohne Picknickkorb, ohne Wein, etwas steifer.

Die Ode an die Freude umarmt alle.
Lieben Gruß
Kimi

P.s. da ich kein eigenes Foto von der Oper von Alle von Berlin habe, seht Ihr hier ein Bild von Beethovens Neunter, letztes Jahr am Königsplatz in München